Zu dieser Tragödie sollen wir ein Kunstwerk machen?
Nach dem Einsturz des Stadtarchivs Köln
Das Stadtarchiv von Köln stürzt 2009 in eine Baugrube. Die Katastrophe geht um die Welt. Angeregt von der Bürgerinitiative ArchivKomplex beauftragt die Stadt Köln das Künstlerkollektiv Observatorium aus Rotterdam, schräg gegenüber der Einsturzstelle ein Kunstwerk zum Thema Erinnern und Gedenken zu schaffen. Es entsteht das zeitweilige Kunstwerk PANORAMA WAIDMARKT, ein Pavillon mit 24 Türen, der zwei Monate lang allen offensteht. Aus den emotionalen Augenzeugenberichten, erschütternden Analysen und literarischen Reflexionen wird ein LOGBUCH DER ZWISCHENZEIT. Führungen, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen beleben den traumatisch besetzten Ort. Die Künstler hören ihrem Publikum zu und beschreiben die Auswirkungen des Archiveinsturzes auf das Lebensgefühl der Kölnerinnen und Kölner. Aus den Aussagen entwickeln sie Vorschläge, wie sich der verwundete Ort in Zukunft durch Schönheit auszeichnen kann.
Mit Beiträgen u. a. von Jürgen Becker (Kabarettist), Kay von Keitz (Kurator), Günter Otten (ArchivKomplex-Sprecher), Monika Rinck (Schriftstellerin), Regina Sasse (Kunsthistorikerin) und Martin Stankowski (Stadtbilderklärer).