Emons

Der Emons Verlag wurde 1984 von Hermann-Josef Emons gegründet. Bereits im ersten Jahr brachte Emons mit dem Köln Krimi »Tödlicher Klüngel« von Christoph Gottwald den ersten deutschen Regionalkrimi auf den Markt. Gottwald war mit seinem Manuskript, in dem er sich unübersehbar an den bekanntesten Autoren der amerikanischen »hardboiled novel«, Chandler und Hammett, orientiert hatte, an den Verlag herangetreten. Der Titel war auf Anhieb erfolgreich, die Startauflage von 5.000 Stück innerhalb von zwei Monaten vergriffen. Publikum und Presse waren begeistert. Die FAZ schrieb wohlwollend über den Erstling: »Das sonst so gemütliche Köln erscheint hier im düsteren Flair jener amerikanischen Städte, durch die einst Humphrey Bogart wandelte.« Mit dem Start der Köln Krimis wurde der Emons Verlag zum Wegbereiter des »Regionalkrimis«. Mittlerweile gibt es im Emons Verlag über 80 regionale Krimireihen, von Nord nach Süd, von Ost nach West. Seit 2009 spielen Emons Krimis auch im Ausland (Österreich, Schweiz, Spanien, Italien u.v.m.). Bestsellerautoren wie Frank Schätzing, Friedrich Ani, Nicola Förg und Volker Kutscher haben im Kölner Verlag veröffentlicht. Auch im Ausland sind Emons-Krimis erfolgreich: von Japan bis in die USA, von Slowenien bis nach Finnland – in über dreizehn Ländern erscheinen Übersetzungen. 2014 wurde Verleger Hejo Emons für seine Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur mit dem Ehrenglauser-Preis der Autor*innenvereinigung Syndikat ausgezeichnet.

»111 Orte, die man gesehen haben muss« – die Neudefinition des Reiseführers

2008 kreierte der Verlag mit dem Titel »111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss« den ersten Band eine völlig neuartigen Buchreihe. Die 111 Orte sind keine klassischen Reiseführer, sondern sie führen an abseitige Plätze und erzählen Anekdoten und Wissenswertes. Die Bände richten sich daher nicht nur an Touristen, sondern vor allem auch an Einheimische, die ihre Heimat neu und anders entdecken wollen. Bereits der erste Band entpuppte sich als Kultbuch und sollte die Initialzündung für die mittlerweile umfangreiche 111-Orte-Reihe im Emons Verlag sein (rund 450 verschiedene Bände, Stand: 6/2019). Die zahlreichen Entdeckungsführer gibt es inzwischen sowohl für Metropolen im In- und Ausland als auch für touristische Reiseziele weltweit. Die erfolgreichsten Bände dieser Reihe liegen in zahlreichen Übersetzungen vor und werden von Emons in den USA, UK, in Italien und Frankreich selbst vertrieben. Dabei steuert Emons das Auslandsgeschäft von Köln aus mit beachtlichem Erfolg. Titel wie »111 Places« in New York, San Francisco oder Los Angeles wurden vom Rhein aus in den U.S.A zu Bestsellern gemacht und standen zum Teil jahrelang auf Platz 1 im Amazon-Reiseführer-Ranking der jeweiligen Region. In anderen Ländern (Tschechien, Ungarn, Dänemark, Niederlande) erscheinen Lizenzausgaben. Die 111er Reihe wurde im Laufe der Jahre auf andere Themenbände ausgeweitet, wie 111 Weine, 111 Orte für Kinder, 111 Campingplätze und viele mehr.

Regionales Sachbuch

Mit seinen wunderbaren und viel beachteten Bildbänden hat sich der Verlag einen Namen gemacht. Renommierte zeitgenössische Fotografen wie Achim Bednorz, Reinhard Matz, Jaroslav Poncar und Josef Šnobl sind hier ebenso vertreten wie August Sander, Lewis Hine oder Annelise Kretschmer. Die Qualität der Bücher blieb dabei nicht unbemerkt: Reinhard Matz‘ Fotobuch »Fassade. Köln« wurde 2005 mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet, und der Bildband »Woanders is auch scheiße!« mit Fotografien von Reinhard Krause errang den Deutschen Fotobuchpeis 2018/19 in der Kategorie »Fotograf Monografie« in Bronze. Der Band mit den Tatortfotos »Wenn es Nacht wird. Verbrechen in New York 1910-1920« polarisierte das Publikum und sorgte für ein großes Presseecho. Die regionalen Fotobände ermöglichen emotionale Zeitreisen und sind Liebeserklärungen an die im positiven Sinne gemeinte Heimat: Vom Ruhrgebiet bis ins Saarland, von Hamburg bis New York, von Köln bis in die USA – die sorgfältig editierten Monografien ermöglichen lebendige Entdeckungsreisen durch Städte und Regionen quer durch die Jahrhunderte. Fotografische Schätze konnten geborgen, publiziert und erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.